(Sitzt mit zerzauster MĂ€hne in der Kameratasche und schaut leicht beleidigt Richtung Hafenwind đŠđŹïž)
Also ich sagâs direkt, wie es ist: Hamburg war wieder wunderschön. Und ungefĂ€hr drei Grad zu kalt fĂŒr mein Löwenfell. Manu nennt das âperfekte Bedingungen fĂŒr Nachtfotografieâ. Ich nenne es: kontrolliertes TiefkĂŒhlen mit Fischbrötchen-Pausen.
Kaum angekommen, wurden erstmal LandungsbrĂŒcken, Hafen und Nachtlichter abgearbeitet. WĂ€hrend normale Menschen abends ins Hotel gehen, lĂ€uft Manu dann erst richtig warm â beziehungsweise kalt.
đŠ âOh guck mal, Spiegelungen!â
đŠ âOh guck mal, noch mehr Wind!â
NatĂŒrlich sind wir wieder FĂ€hre gefahren. Sehr oft. Irgendwann hatte ich das GefĂŒhl, wir wohnen inzwischen offiziell auf der Linie 62.
Dazwischen gab es:
- Fischbrötchen Nummer drölfzig
- Franzbrötchen gegen schlechte Laune
- heiĂen Kakao mit Sahne als Ăberlebensstrategie
- und regelmĂ€Ăig Diskussionen mit der Wetter-App, die offensichtlich WĂŒrfel benutzt.
Besonders beeindruckend fand ich ĂŒbrigens Dockland.
136 Stufen hoch, einmal komplett durchgepustet werden und anschlieĂend feststellen, dass die eigene MĂ€hne jetzt aussieht wie ein explodierter Wollpulli.
đŠ âIch bin eindeutig eher Mittelmeer-Löwe.â
Abends wurde dann fotografiert, bis Hamburg irgendwann einfach beschlossen hat:
đ âSo, jetzt reichtâs.â
Plötzlich gingen in der Speicherstadt die Lichter aus. Feierabend. Selbst die Stadt hatte offenbar keine Lust mehr auf Frostbeulen-Fotografie.
Trotzdem muss ich zugeben: Wenn sich nachts die Lichter auf dem Wasser spiegeln, die FÀhren durch den Hafen ziehen und die Stadt langsam ruhiger wird⊠dann versteht man schon, warum Manu immer wieder hierher will.
Auch wenn ich am Ende ungefÀhr die Temperatur eines FischstÀbchens hatte.
đŠ Mein Fazit:
Hamburg macht kalt.
Hamburg macht mĂŒde.
Hamburg macht wunderschöne Bilder.
Aber nĂ€chstes Jahr verhandle ich erstmal ĂŒber ein Reiseziel mit mehr Sonne und weniger TiefkĂŒhlfunktion. Ich bin schlieĂlich ein Mittelmeer-Löwe â kein FischstĂ€bchen auf FĂ€hre 62.Â