Wenn der Wecker um 2:30 Uhr klingelt, weiß man: Das Abenteuer beginnt. Mit halb offenen Augen, Koffer im Gepäck und Suerte im Schlepptau ging es nach Düsseldorf. Dort lernte ich erneut, warum der Flughafen nicht gerade mein Lieblingsort ist: Parkhaus-Suchspiel, unorganisierter Check-in, endlose Schlangen. Immerhin – wir waren früh genug da. Im Flieger schlief ich erstmal eine Runde und landete schließlich in Jerez, wo 16 Grad und viel Vorfreude warteten.
In Conil angekommen, hieß es: Koffer auspacken, erste Schritte an den Pool und erstmal durchatmen. Wer so früh startet, darf auch früh entspannen.
👟 Laufen am Strand
Endlich wieder laufen! Der erste Strandlauf war zwar anstrengend (Sand fordert mehr als Asphalt 😳), aber herrlich. Mit Schuhen, zur Sicherheit – und dem festen Vorsatz, das Tempo runterzuschrauben. Während die Spanier locker die Berge hoch trabten, reichte es mir völlig, einfach zu gehen. Hauptsache, wieder dieses Gefühl von Weite, Salzluft und Freiheit.
🌬️ Pooltage & Costa-de-la-Luz-Wind
Garmin kündigte eine Unwetterwarnung an – vor Ort war es „nur“ windig. Typisch Costa de la Luz eben. Also Pooltag: Suerte sicherte sich natürlich die beste Liege, während ich Sonne tankte und Kraft sammelte.
🚗 Abenteuer Jückelpinne
Dann kam die Zeit für Ausflüge. Mit der Mietwagen-Jückelpinne, einem Citroën C3, der eher für Kurzstrecken als für lange Abenteuer gemacht ist. Navi? Fehlanzeige. Rückfahrkamera? Fehlanzeige. Fahrspaß? Sagen wir: überschaubar.
Mit Jückelpinne nach Marbella
Suerte und ich hatten unseren Mietwagen bekommen. Nun ja… sagen wir mal so: Von unserem Flitzer zu Hause sind wir anderes gewöhnt. 🫣 Der Citroën C3 ist eher eine kleine Jückelpinne, die auf der Strecke nach Marbella nicht wirklich aus dem Quark kommt.
Schon beim Start das erste Learning: Schlüssel hilft hier nicht in der Hosentasche. Navi und Rückfahrkamera? Fehlanzeige. Also zurück zu den Basics, wie ich’s mal gelernt habe: Spiegel, Schulterblick, volle Konzentration.
Die Fahrt selbst war… sportlich. Über zwei Stunden, alleine am Steuer, Augen überall – Verkehr, Navi, Kamera, Suerte. Letzterer hatte es sich auf dem Beifahrersitz gemütlich gemacht und kommentierte fleißig die spanischen Autofahrer.
Denn eins ist klar: Auf ihren Flöppchen (Rollern und Mopeds) fahren die Spanier so waghalsig, dass man meinen könnte, sie hätten schon den Organspender-Ausweis in der Tasche. 😳
Und Marbella? Hm. Ich hatte es mir mondäner vorgestellt. Die Altstadt ist wirklich schön 🤩 – enge Gassen, weiße Fassaden, viel Flair. Aber drumherum? Eher nicht mein Fall. Luxustempel? Fehlanzeige. Vielleicht lag’s auch daran, dass die Fahrt selbst ziemlich anstrengend war.
Aber immerhin: Mit meiner neuen Kamera 📷 zu fotografieren macht wieder richtig Spaß! 🥳
Am Ende hieß es: Füße hoch, durchatmen und überlegen, ob ich mir morgen wirklich Málaga antue… oder ob die Jückelpinne erstmal eine Pause bekommt.
🦁 „Marbella? Joa… aber die Jückelpinne ist eindeutig kein Löwenwagen!“
Mit der Jückelpinne nach Estepona & Tarifa
Am nächsten Tag habe ich mich gegen Málaga entschieden und stattdessen mit Suerte einen Ausflug nach Estepona und Tarifageplant. Klang beides ganz nett – und vor allem nicht ganz so weit. Also morgens nach dem Lauf los, Suerte wieder als stolzer Beifahrer in der Jückelpinne.
Auch wenn die Strecke kürzer war: Mit diesem Auto ist jede Fahrt ein kleines Abenteuer. Rückfahrkamera? Fehlanzeige. Navi? Na ja. Spaß am Steuer? Eher so mittel. Aber immerhin: Wir kamen an.
Estepona überraschte mich positiv: Die Altstadt ist richtig süß, mit hübschen Gassen, Blumen und einer angenehmen Stimmung. Da konnte sogar Suerte mal kurz seine Klappe halten – zumindest fast. 😉
Tarifa dagegen… hm. Irgendwie nicht so überzeugend. Ein bisschen rumgelaufen, nach Highlights gesucht, aber vieles war gerade im Umbau oder renoviert. Tja, so ist das eben manchmal.
Also wieder heim, mit kurzem Zwischenstopp im Supermarkt – Vorräte müssen schließlich sein. Zurück am Hotel noch ein bisschen Sonne getankt (die Wetter-App hatte ja auch nicht so ganz recht) und dann entspannt die Füße hochgelegt.
🦁 „Estepona süß wie Honig, Tarifa eher wie ein trockenes Brötchen – aber Hauptsache, ich hatte den Beifahrersitz!“
- Marbella: Ich hatte es mir luxuriöser vorgestellt. Die Altstadt war charmant, drumherum eher enttäuschend. Die Fahrt dorthin war fast anstrengender als der Ort selbst.
- Estepona: Überraschung! Eine süße Altstadt mit viel Flair, die mich sofort begeisterte.
- Tarifa: Eher ernüchternd. Viel im Umbau, wenig zu entdecken. Ein kurzer Rundgang, dann lieber zurück.
Fazit: Die Jückelpinne machte keinen Spaß, aber sie brachte uns immerhin von A nach B – und Suerte war auf dem Beifahrersitz in seinem Element.
🌹 Ein Moment der Wertschätzung
Besonders blieb mir ein kleiner Augenblick am Pool: Der Hoteldirektor rief das Reinigungsteam zusammen, bedankte sich für ihre unersetzliche Arbeit, und es gab Sekt, Applaus und für jede Dame eine Rose. Eine Geste, die zeigt: Wertschätzung muss nicht groß sein, um groß zu wirken.
👀 Beobachtungen am Rande
Allein zu reisen – Suerte mal ausgenommen – heißt auch: Zeit zum Beobachten. Engländer, die Liegen frühzeitig blockieren, mit Sonnenbrille beim Abendessen und Shorts von morgens bis abends. Frauen, die kritische Blicke senden, wenn man zufällig im Gespräch mit ihrem Mann landet. Und Outfits, die manchmal eher „mutig“ als „stilvoll“ waren.
Doch es gab auch die schönen Momente: Mein Spanisch wurde überall mit Freude aufgenommen – und das öffnete Türen und Herzen.
✈️ Rückreise nach Köln
Um 5:15 Uhr klingelte der Wecker zur Heimreise. Der Bus nach Jerez kam sogar zu früh, das Einchecken lief glatt, und im Flieger gab es das übliche Programm: Platzsuch-Chaos, Telefonate bis zum Start und Applaus für eine besonders laute Dame beim Abschied.
Früher Abflug = frühe Landung 🥳 – wenn da nicht die belegte Parkposition gewesen wäre. In Düsseldorf dann das Koffer-Lotto: 40 Minuten nichts, erst nach einer Stunde war mein Gepäck da. „Danke, Personalmangel.“
Doch als ich meinen eigenen Flitzer startete, war klar: Heimkommen hat auch seine schönen Seiten. Und als ich im Supermarkt mit „Hola“ grüßte, wusste ich – die Seele ist noch nicht ganz zurück, auch wenn Köln mit 29 Grad sein Bestes gab.
💭 Fazit
Andalusien war Sonne, Wind, Strand, Läufe und ein paar sehr entspannte Pooltage. Marbella konnte mich nicht verzaubern, Estepona dafür umso mehr. Die Jückelpinne bleibt unvergessen – wenn auch nicht im positiven Sinn.
Doch das Wichtigste: Ich hatte Zeit für mich, meine Kamera, meine Beobachtungen – und natürlich für meinen plüschigen Begleiter Suerte, der mit seinen Kommentaren jeden Tag auflockerte.
Und immer, wenn ich in Conil bin, geht mir das Herz auf. ❤️
🦁 „Nicht jede Stadt glänzt, nicht jede Fahrt macht Spaß – aber mit Sonne, Tapas und einem Löwen im Gepäck wird jede Reise zu einer Geschichte.“





