Blankenberg – Traumwohnung, Pommes-Panne und Spielkarten-Eskalation

Manchmal plant man einen Kurztrip, kommt am Ziel an und denkt: „Oh ja, genau deshalb wollten wir hierhin!“ Und manchmal fährt man nach Blankenberge. Warum wir uns ausgerechnet für diesen belgischen Küstenort entschieden hatten? Wissen wir heute ehrlich gesagt auch nicht mehr so genau. Aber gut. Die Reisegruppe stand: André, Claudi, Joy 🐶, Suerte 🦁 und ich. Und wenn die Gesellschaft stimmt, kann schließlich auch eine etwas fragwürdige Ortswahl noch ein richtig schönes Wochenende werden.

Drei Stunden später: Wohnung top, Ort… nun ja

Samstag nach dem Frühstück ging es los. Rund drei Stunden später waren wir da und bezogen unsere Wohnung. Und die war wirklich schön. Da hatten wir schon mal alles richtig gemacht. Also Sachen abgestellt und erstmal los, um uns einen Überblick über Blankenberge zu verschaffen.

Die erste Erkenntnis: Die Wohnung gefällt uns.
Die zweite: Warum wollten wir nochmal nach Blankenberge? 🤔😂

Nun gut. Wir waren jetzt da. Nach der ersten Erkundungsrunde ging es erstmal etwas essen. Und das war auch richtig lecker. Soweit lief die kulinarische Seite des Wochenendes also noch nach Plan.

Die Pommes-Panne

Später am Abend sollte dann natürlich noch etwas typisch Belgisches her: Belgische Pommes. Wir hatten sogar einen Laden gefunden, bei dem die angeblich besonders gut sein sollten. Perfekt! Also vor der abendlichen Spielrunde noch schnell Pommes geholt. Vorfreude groß. Tüte auf. Probiert. Und…Das sollen die guten sein? 😳😂 Sagen wir es freundlich: Da war noch ordentlich Luft nach oben. Belgien. Das Land der Pommes. Und wir schaffen es tatsächlich, welche zu erwischen, die uns nicht schmecken. Muss man auch erstmal hinkriegen.

Suerte 🦁 hätte vermutlich gerne eine offizielle Qualitätskontrolle eingeleitet. Schließlich hatte er auf Rhodos ausreichend Berufserfahrung gesammelt.

Aber gut – Pommes-Panne abgehakt und weiter zum eigentlichen Abendprogramm:

Kniffel und Phase 10. Und da wussten wir wenigstens, was uns erwartet.

Sonntag: Laufen ohne Laufschuhe

Nach dem Frühstück ging es am Sonntag auf einen langen Spaziergang. Wenn der Ort selbst schon nicht unbedingt Liebe auf den ersten Blick war, konnte man sich wenigstens ordentlich die Beine vertreten und gemeinsam Zeit verbringen. Danach Mittagessen und kurz die Füße hoch. Kurz. Denn natürlich ging es anschließend wieder los. Es gab schließlich noch etwas Wichtiges zu erledigen: Belgische Waffel. 🧇☝🏼

Nach dem Pommes-Desaster vom Vorabend lag die kulinarische Messlatte zugegebenermaßen nicht besonders hoch. Aber eine belgische Waffel geht schließlich immer. Am Abend folgte wieder das inzwischen bewährte Programm: Kniffel raus. Phase 10 raus. Spielrunde Nummer zwei.

Suerte 🦁 hatte vermutlich längst verstanden, dass dieser Kurztrip weniger unter „Sightseeing“ und mehr unter „Essen, Spaziergänge und gepflegte Spiele-Eskalation“ verbucht werden musste.

Und? Würde ich nochmal nach Blankenberge fahren?

Sagen wir es so: Wegen Blankenberge selbst vermutlich eher nicht. Die große Liebe zwischen uns ist an diesem Wochenende nicht entstanden. Aber genau deshalb war der Kurztrip noch lange kein Reinfall.

Wir hatten eine richtig schöne Wohnung, waren viel unterwegs, haben lecker gegessen, belgische Waffeln getestet, bei angeblich guten belgischen Pommes erstaunlich danebengegriffen und abends zusammen gespielt und gelacht.

Und am Ende ist genau das doch das Schöne an solchen Wochenenden: Nicht jedes Reiseziel muss einen umhauen.

Manchmal sind es einfach die Menschen – und in unserem Fall natürlich auch Hund 🐶 und Löwe 🦁 – mit denen man unterwegs ist, die aus einem Ort eine schöne Erinnerung machen.

Blankenberge würden wir vielleicht nicht noch einmal buchen – die Reisegruppe allerdings jederzeit.